Zahlen - Daten - Fakten

Projekt Limestor
Projektleiter Siegfried Lauk, Doris Köhler
Investor Stadt Öhringen
Förderer Landesamt für Denkmalpflege / LIZ
Jugend und Arbeit e.V.
Gerüstbau Kramer
MKG Montagebau Karl Göbel
Rüdiger Honold Malerteam
Landesgartenschau Öhringen 2016 GmbH
Gruppe Richard-von-Weizsäcker Schule
Zeit erste Gespräche November 2015
Umsetzung bis März 2016

Die Schüler sind über sich hinausgewachsen

 

Die letzten Pinselstriche sind getan. Das große Projekt Limestor ist geschafft. Dankbar fotografierten sich die Schülerinnen und Schüler der Richard-von-Weizsäcker Schule beim letzten der sieben Arbeitstage vor dem noch eingehausten Limestor.

Die Farben wirken

10.03.2016 / DK

"... die braunen Farben müssen noch nachgestrichen werden. Dann können wir das Gerüst abbauen..." Rüdiger Honold fasst den Stand der Leistungen zusammen. Damit können wir der Landesgartenschau GmbH einen großen Gefallen tun. "Wir sind in der letzten Phase der Arbeiten. Überall wird es zeitlich eng. Wir sind froh über jede Fläche, die wir fertigstellen können." berichtet Klaus Schalinski von den zeitkritischen Arbeiten auf dem Gartenschaugelände.

 

 

In den Medien

Die Hohenloher Zeitung berichtet in der Ausgabe vom 3.3.2016 über den Farbanstrich am Limestor.

Die Agenda Gruppe LIMES besteht aus acht Gemeinden und Städten entlang der Welterbe-Linie in den Landkreisen Schwäbsich Hall, Hohenlohe und Heilbronn. Auf der Homepage der Agenda Gruppe LIMES wird über das Limestor berichtet.


Die Stadt Öhringen berichtet über die Entstehung des Limestor von der Messe bis ins Gartenschaugelände.

 

 

Bürsten-Palisade im Schatten-Theater

Zum Start der Arbeiten am Limestor haben sich die Schüler/-innen der RvW Schule Schneefall bestellt: gut, dass die Behausung geschlossen ist. "Hier drinnen arbeiten wir uns schnell warm!" kommentierte der Schulleiter Herr Stiefel die Situation. "Sie hätten mal sehen sollen, wie wir hier heute morgen einmarschiert sind. Das sah aus, wie der Einmarsch der Gladiatoren" erzählte Frau Fink von ihrem Eindruck der Aktion. Eingehüllt in weiße Ganzkörper-Anzüge bürsten und reinigen die Schüler die Eichenhölzer. Unter Anleitung von Herrn Schumm geht gegen 9.50 Uhr der erste Farbanstrich los.

"Tor am Limes blüht auf"

Die Hohenloher Zeitung berichtet in der Ausgabe vom 13.02.2016 auf Seite 31

Jetzt heißt es: Farbe bekennen!

14.02.2016 DK

Das Interesse der Öffentlichkeit steigt. Die Farbigkeit des Limestors ist umstritten in der Wahrnehmung.

"Warum?! Es gibt doch nichts schöneres als Eichenholz!" erreicht uns ein Kommentar auf der Facebook-Seite des Gemeinschaftsstands Bau. Andere Partner distanzieren sich von der weiteren Arbeit - sie möchten nicht mit ihrem Namen und der Buntheit verbunden werden.

"Das Ganze ist wissenschaftlich sauber aufgestellt. Dieser Widerstand ist immer vorhanden, wenn wir unsere Vorstellungen auf den Prüfstand stellen sollen." kommentiert Dr. Stephan Bender vom Landesdenkmalamt. Auch in den Veröffentlichungen der Denkmalbehörden sind diese Korrekturen unserer Vorstellung ein Thema. Ein Flyer wird nur über das Limestor veröffentlicht. In dem neuen Sonderband über die Fundsituationen des römischen Öhringens wird eine Zeichnung die farbliche Gestaltung des Limestors bereits verwenden.

Nach den Faschingsferien beginnen die Schüler/-innen der Richard-von-Weizsäcker Schule damit, die Palisaden und die Holzbretter zu reinigen. Anschließend wird der Farbauftrag stattfinden. Zwei unterschiedliche Seiten entstehen: die Innenseite der Palisaden wird weiß Richtung Öhringer Innenstadt leuchten, während die Schauseite ins ehemals barbarische Ausland in ihrer Buntheit zu sehen sein wird.

Einen Kompromiss stellt die Wahl der Farben dar: es kommt keine historische Farbe auf Kasein-Basis zum Einsatz sondern die mittelalterlichen Leinölfirnis wird verwendet. "Wir mussten Rücksicht nehmen auf die Anforderungen", sagt Stephan Bender.

04.12.2015

Unsere Vorstellung der antiken Überlieferungen hat durch die Jahrhunderte alle Farbigkeit verloren. Neuere achtsame Funde weisen darauf hin, dass die Statuen und die Baulichkeiten vielfarbig gestaltet waren.

Die Römer erhoben Anspruch auf Weltherrschaft. Deshalb endete Rom nicht am Limes. Aber der Personen- und Warenverkehr musste kontrolliert werden.  Dazu legten die Römer einen Geländestreifen fest, der von Türmen aus überwacht und mit Sperranlagen versehen worden war: der Limes. Damit die Passage von Holzpalisaden, Gräben mit Wällen und Mauern gelingen konnte, mussten Tore geschaffen werden. Je nach Bedeutung der Straßen und Wege, die den Limes kreuzten, fielen die Tore unterschiedlich groß aus.

Schon in römischer Zeit führte durch die Hohenloher Ebene eine Straße von überregionale Bedeutung. Was heute die A 6 ist, war in der Antike eine Verkehrsverbindung zwischen dem Römischen Reich und Germanien.
Deshalb wurde im römischen Öhringen ein Tor gebaut, das die Passage des Limes ermöglichte. Angesichts der Bedeutung der Straße wird das Tor über große Breite und damit gewaltige Dimensionen verfügt haben. Angesichts der Funktion des Limes bildeten die Übergänge mit ihren Toren die zentralen Elemente dieses Bauwerks. Bislang sind am Limes aber nur Wachttürme, Palisaden, Gräben mit Wällen und Mauern rekonstruiert worden. Noch nie wurde sich zum Ziel gesetzt, ein Limestor nachzubauen. Im Bewusstsein sind diese Bauwerke deshalb kaum präsent. Das ist nun anders! Im Zusammenhang mit
den Planungen für die Landesgartenschau 2016 in Öhringen (Motto „Der Limes blüht auf“) konnte die Rekonstruktion eines Limestores in originaler Größe verwirklicht werden. Fachlich angeleitet durch das
Limes-Informationszentrum Baden-Württemberg des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, ist mit dem Bau des Limestores 2015 begonnen worden.

Zwei Schularten ergänzen sich

21.12.2015

Kann es gelingen, unterschiedliche Schüler/-innen zweier Schularten und zweier Schulstandorte gemeinsam an einem Projekt zu beteiligen? Möglich machen dies mehrere beteiligte, engagierte Lehrer/-innen. 

Bettina Werner, Fachlehrerin Bereich Farbe und Holztechnik der JJW Schule, wird "ihre" Gesellen mitbringen. Diese Farbexperten haben bereits Erfahrungen gesammelt, wie etwas gestaltet werden kann.

Frau Fink und Rolf Langer bringen "ihre" Schüler/-innen der RvW Schule ins Projekt ein. Darunter sind motivierte Jugendliche, die sich in unserer Gesellschaft engagieren und andere, die wenig Perspektive für ihren eigenen Lebensplan erkennen können.

Bereits in den Vorgesprächen war deutlich, wie herausfordernd alle Beteiligten das Projekt einschätzen. Eine zeitkritische Umsetzung auf dem sensiblen Landesgartenschau Gelände erwartet uns. Ab Januar 2016 wird das Bauwerk einen Schutz durch ein Gerüst erhalten, damit die Hölzer einigermaßen trocken auf den Anstrich warten können. Das Eichenholz benötigt besondere Vorbehandlung, da die Farben auf dem stark gerbsäurehaltigen Material gut wirken sollen.

Herzlichen Dank an die Firma Montagebau Karl Göbel, die uns Unterschlupf für das Projekt gegeben hat. Wir dürfen dort die sanitären Anlagen und einen Aufenthaltsbereich mitnutzen.